Der Pool wird oft als schlichtes Wasserbecken unterschätzt – dabei kann er sich mit etwas Kreativität in ein echtes Fotostudio verwandeln. Ob im Sommer oder Winter: Mit den richtigen Techniken entstehen im Wasser überraschend ästhetische und ausdrucksstarke Bilder. Die folgenden 15 Tipps helfen, Fotoshootings im Pool gezielt zu verbessern.

1. Die richtige Ausrüstung wählen
Die klare, kontrollierte Umgebung eines Schwimmbeckens eignet sich für nahezu jede Kamera – von einfachen wasserdichten Modellen bis hin zu professionellen Systemen mit Unterwassergehäuse. Bei Einweg- oder Kompaktkameras sollte unbedingt auf die maximale Tauchtiefe und das Haltbarkeitsdatum geachtet werden.
Für eine natürliche Bildwirkung empfiehlt sich eine Brennweite zwischen 20 und 35 mm, um starke Verzerrungen durch Fisheye-Optiken zu vermeiden.
2. Belichtung und Blende bewusst einsetzen
Einfach und kontrolliert arbeiten ist hier der Schlüssel. Eine Verschlusszeit von etwa 1/60 bis 1/100 Sekunde friert Bewegungen zuverlässig ein. Unter 1/30 Sekunde steigt das Risiko von Bewegungsunschärfe deutlich.
Für eine ausreichende Schärfentiefe eignen sich Blendenwerte um f/11 bis f/16. Die ISO-Einstellung sollte an die Lichtverhältnisse angepasst werden – idealerweise im manuellen Modus, um volle Kontrolle über das Ergebnis zu behalten.
3. Den richtigen Ort wählen
Grundsätzlich bieten sich zwei Optionen:
Öffentliches Schwimmbad:
Zugang meist zu bestimmten Zeiten über Tauch- oder Schwimmvereine. In jedem Fall sollte vorab eine Genehmigung für Fotoequipment im Wasser eingeholt werden.
Privater Pool:
Maximale Flexibilität bei Licht und Zeit. Ideal für entspannte Shootings mit natürlicher Lichtstimmung.
4. Licht als entscheidenden Faktor nutzen
Natürliches Licht sorgt für weiche, authentische Ergebnisse. In Hallenbädern kann seitliches Tageslicht oder Fensterlicht gezielt genutzt werden. Bei Bedarf helfen ein oder zwei Blitze, Schatten aufzuhellen oder auch bei Dämmerung zu arbeiten.
Besonders wichtig: Das Licht stets so setzen, dass es das Modell nicht blendet oder direkt in die Augen fällt.
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Dieser Artikel, ursprünglich von Véronique Würmli-Baudot für unsere Printausgabe verfasst, wurde für das Web angepasst.
Fotos: Véronique Würmli-Baudot