Gobies, Blennies und Dreiflossen (Tripterygiidae): Das schelmische Volk der kleinen Tiefen

Diese Fische aus den flachen Küstengewässern, die in allen Meeren der Welt vorkommen, bringen oft Freude und Staunen bei unseren Tauch- oder Schnorchelausflügen. Gobis, Blennies und Tripterygiens sind faszinierende Arten, aber wie unterscheidet man sie? Mit einigen Schlüsselfaktoren kann ein aufmerksamer Taucher leicht den Unterschied erkennen.

Diese Fische der flachen Küstengewässer kommen in allen Meeren der Welt vor und sorgen bei Tauchgängen oder beim Schnorcheln häufig für Freude und Staunen. Gobies, Blennies und Dreiflossen sind faszinierende Arten – doch wie unterscheidet man sie? Mit einigen klaren Merkmalen kann ein aufmerksamer Taucher sie leicht auseinanderhalten.

Ein neugieriger Fisch taucht aus einem lebhaften Korallenriff auf und zeigt die Schönheit der Unterwasserwelt.
Die Sekretärblennie (Acanthemblemaria maria) ist eine nur etwa 3 cm große Blennie mit auffallend gelb-grün umrandeten Augen. Sie ist in der Karibik verbreitet und lebt häufig versteckt in Korallenlöchern.
Foto: Claire Jeuffroy

Unterscheidung zwischen Gobies, Blennies und Tripterygiiden

Morphologische Merkmale

  • Gobies (Grundeln)
    Sie besitzen in der Regel zwei Rückenflossen sowie zusammengewachsene Bauchflossen, die eine saugnapfartige Struktur bilden. Ihr Maul ist relativ kurz, und die Augen sitzen hoch am Kopf. Sichtbare Poren und Schleimkanäle können bei der Bestimmung hilfreich sein. Gobies können bis zu 50 cm groß werden, die meisten Arten bleiben jedoch unter 10 cm.
  • Blennies (Schleimfische)
    Im Gegensatz zu den Gobies besitzen Blennies nur eine durchgehende Rückenflosse. Ihr Körper ist langgestreckt und meist schuppenlos. Die Bauchflossen sind – sofern vorhanden – deutlich von den Brustflossen getrennt. Die meisten Arten messen zwischen 3 und 15 cm, doch die Schlangenblennie (Xiphasia setifer) kann bis zu 50 cm erreichen.
Bunter Fisch, der zwischen Unterwasseralgen schwimmt, ideal für Tauchbegeisterte.
Die Pilicorne-Blennie (Parablennius pilicornis) ist ein Bewohner flacher Küstengewässer. Die im Atlantik verbreitete Art hat sich nach und nach auch im Mittelmeer etabliert. Charakteristisch ist das feine Netzwerk klarer Wabenlinien auf den Wangen. Zudem weist sie eine ausgeprägte Farbvariabilität auf, die ihre Identifikation je nach Individuum erleichtern oder erschweren kann.
Foto: Dominique Barray
  • Tripterygiiden (Dreiflossen)
    Diese Fische erkennt man an ihrer dreigeteilten Rückenflosse, deren erster Abschnitt spitz ausgeprägt ist. Der Körper trägt meist längliche Schuppen. Durchschnittlich erreichen sie etwa 6 cm, einige Arten können jedoch bis zu 25 cm groß werden.


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