Bis heute wurden 51 Haiarten im Mittelmeer gezählt. Diese große Familie, die vom Kleingefleckte Katzenhai bis zum imposanten Weißen Hai reicht, sieht sich einem alarmierenden Rückgang ihrer Populationen gegenüber. Dennoch engagieren sich Forschungsteams, um diese Meeresräuber, die für das Gleichgewicht unserer Ökosysteme unerlässlich sind, besser zu verstehen und zu schützen.
Eine stark bedrohte große Familie
Die Haie im Mittelmeer, obwohl sie in vielen Meeren und Ozeanen vorkommen, sind heute in unterschiedlichem Ausmaß gefährdet. Matthieu Lapinski, Leiter der Organisation AILERONS, informiert uns über die Bedrohungen, denen diese für das marine Ökosystem entscheidenden Arten ausgesetzt sind.
Die meisten Mittelmeerhaie sind bedroht: Einige leiden unter dem Verlust ihres Lebensraums, andere unter fortbestehender Fischerei in bestimmten Regionen oder durch Beifang. Matthieu Lapinski betont: „Heute ist der Erhaltungsstatus der Haie (und Rochen) im Mittelmeer insgesamt ungünstig. Die letzte Rote Liste der IUCN zeigt, dass 53 % der Arten vom Aussterben bedroht sind.“ Etwa 20 % der Arten sind so selten, dass sie in die Kategorie „Unzureichende Daten“ eingestuft werden.

Die Populationen der großen Haie im Mittelmeer sind um mehr als 90 % zurückgegangen. Arten wie der Makohai, der Weiße Hai und der Gemeine Hammerhai sind besonders betroffen. Matthieu präzisiert: „Wenn diese Arten bedroht sind, bedeutet das nicht, dass sie automatisch geschützt sind.“
Ungleich geschützte Arten
Verschiedene internationale, europäische und nationale Regelwerke zielen darauf ab, bedrohte Arten zu schützen und die Fischereipraktiken zu regulieren. Die Barcelona-Konvention listet beispielsweise gefährdete Arten wie den Gemeinen Engelhai (Squatina squatina) und den Weißen Hai (Carcharodon carcharias) auf.
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