Arthur Guérin-Boëri, professioneller Apnoetaucher und mehrfacher Weltrekordhalter, hat sich längst über den reinen Wettkampfsport hinausentwickelt. Heute ist er als Redner aktiv und wirkt in Dokumentarfilmprojekten über das Meer mit, in denen er seine Erfahrungen und seine Leidenschaft weitergibt und zugleich seine kreative Seite einbringt.
Ein Weg zwischen Nizza und Paris
Arthur Guérin-Boëri lebt zwischen Nizza und Paris – eine Entscheidung, die eng mit seiner Verbundenheit zum Mittelmeer verknüpft ist. Nachdem er 2020 nach Beaulieu-sur-Mer gezogen war, ließ er sich schließlich im Nizzaer Stadtteil Fabron nieder.
Obwohl er in Nizza geboren ist und dort aufgewachsen ist, versteht er sich ebenso als Pariser, da er einen großen Teil seines Lebens in der Hauptstadt verbracht hat. Diese kulturelle Doppelprägung fließt auch in seine kreative Arbeit ein, insbesondere in sein Projekt „Clair Obscur“, eine Reihe nächtlicher Interviews mit Persönlichkeiten aus Paris.

Apnoetauchen: Eine Leidenschaft, die im Kino geboren wurde
Die erste Begegnung von Arthur Guérin-Boëri mit dem Apnoetauchen geht auf seine Jugend zurück, geprägt vom Film Im Rausch der Tiefe (Le Grand Bleu) von Luc Besson. Dieser Film weckte in ihm den Wunsch nach Ruhe und Perfektion – Empfindungen, die er bei seinen Aufenthalten auf Korsika immer wieder nachzuerleben versuchte. Mit 26 Jahren entschied er sich schließlich, sich ernsthaft dem Apnoetauchen zu widmen, eine Disziplin, die sein Leben nachhaltig verändern sollte.
Ein therapeutischer Ansatz
Bevor er sich dem Apnoetauchen zuwandte, war Arthur Guérin-Boëri Sänger und Gitarrist. 2011, in einer persönlichen schwierigen Phase, erinnerte er sich an die wohltuende Wirkung des Apnoetauchens als eine Form der Sporttherapie. Er begann sein Training im Club Apnée Passion Montreuil und entdeckte dabei Stille und Schwerelosigkeit – Elemente, die ihm ein tiefes Wohlbefinden gaben.
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