Martin Colognoli, Meeresbiologe und engagierter Fotograf, ist vor allem für seinen Einsatz für den Schutz von Korallen bekannt. Selbst versteht er sich jedoch als Verteidiger des Wassers in all seinen Formen. In diesem Interview spricht er über die Bedeutung, die natürlichen Lebensräume direkt um uns herum zu bewahren.

Foto: Jules Roeser.
Eine Kindheit, geprägt vom Wasser
Das Meer war schon immer Teil von Martin Colognolis Leben. Geboren in Salon-de-Provence, verbrachte er viel Zeit in Marseille, wo das Wasser seine Kindheit prägte.
Seine ersten maritimen Erinnerungen reichen bis zu seinem sechsten Lebensjahr zurück: Damals begleitete er seinen Cousin beim Freitauchen und lag mit einer Schwimmplatte und einer Maske auf dem Wasser. Dieser Moment markierte den Beginn seiner Leidenschaft für die Unterwasserwelt.
Ein akademischer Weg mit Fokus auf die Meereswelt
Martin begann sein Studium im Bereich Aquakultur. Mit 18 Jahren entdeckte er dabei das Gerätetauchen. Fasziniert von der Vielfalt des Lebens im Wasser – sowohl im Süßwasser als auch im Meer – setzte er seine Ausbildung mit einem Masterstudium in Meeresökologie in Montpellier fort.
Während eines Praktikums in Sydney, Australien, entwickelte er schließlich ein besonderes Interesse an Korallen.

Sein erster Job führte ihn nach Indonesien, auf eine Farm, die Korallen und Fische für den Aquarienhandel exportierte. Zwar wurden einige Korallen gezüchtet, doch sämtliche Fische stammten aus Wildfang.
Diese Erfahrung brachte ihn dazu, seine eigene Rolle kritisch zu hinterfragen, da sie nicht mit seiner Vorstellung von einem respektvollen Umgang mit dem Leben im Meer übereinstimmte. Gleichzeitig eignete er sich dort grundlegende Kenntnisse über die Korallenzucht an – Wissen, das später bei der Gründung von Coral Guardian entscheidend werden sollte.
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